26. November 2025

Bericht zum deutsch-deutschen Austausch 2025

Titelbild für Beitrag: Bericht zum deutsch-deutschen Austausch 2025

In der Zeit vom 3.11. - 11.11. fand der mittlerweile 22. deutsch-deutsche Austausch zwischen unserem Elisabeth-Gymnasium und dem Robert-Bosch-Gymnasium in Gerlingen vor den Toren Stuttgarts statt. Wie immer bei diesem Austausch stand die gemeinsame Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte im Vordergrund. Im diesjährigen  Treffen drehte sich alles um das Thema „Vergangenheit trifft Zukunft – 80 Jahre Kriegsende“.

Die Reise startete am Montag, den 3.11., mit der Zugfahrt nach Gerlingen. Nach ca. 6 Stunden trafen wir unsere Austauschpartnern zum ersten Mal. Ein kurzes Kennenlernen war im Vorfeld schon über soziale Kanäle erfolgt. Nach dem Empfang an der Endstelle der U-Bahn in Gerlingen liefen wir gemeinsam zum Robert-Bosch-Gymnasium, um bei Pizza und Getränken ins Gespräch zu kommen. Anschließend gingen wir gestärkt nach Hause in unsere Gastfamilien, die uns alle herzlich begrüßten.

Am Dienstag, den 4.11., ging es in der Schule mit einer thematischen Einführung weiter. Es gab viel Zeit, sich in den gebildeten Tandems und Gruppen beider Schulen auf die Schwerpunkte des Austausches vorzubereiten und miteinander in Kontakt zu treten.  

Am Tag darauf traten wir unseren ersten großen Ausflug zur Bunkeranlage der Maginot-Linie in Frankreich an. Dort schauten wir uns einen vier Kilometer langen Abschnitt dieser Verteidigungsanlage an, welche von ca. 1928-1940 die französischen Grenzen zu Deutschland, Luxemburg, der Schweiz und Italien sicherte. Durch die Geschichten und Informationen unseres Guides und den Besuch einer alten unter Tage gebauten Kaserne konnten wir uns in das Schicksal der französischen Soldaten sehr gut hineinfühlen. Dadurch, dass wir direkt vor Ort waren, konnten wir die Geschichte der Maginot-Linie viel besser verstehen.  

Am darauffolgenden Tag traten wir gemeinsam mit den Gerlingern die Fahrt nach Halle an, wo unsere Gäste von ihren Gastfamilien herzlich willkommen geheißen wurden.

Am Freitag, den 7.11., haben wir uns an der Gedenkstätte „Roter Ochse“ in Halle getroffen. Dort gab es ein sehr informatives Programm zum Thema „Opfer der NS-Justiz“. Uns wurden die Leiden der Gefangenen unter dem NS-Regime nähergebracht. In Arbeitsgruppen eingeteilt haben wir uns anhand von Akten und Informationsmaterial intensiv mit dem Leben ausgewählter Häftlinge beschäftigt, haben recherchiert und präsentiert.

Am Samstag gab es ein thematisches Arbeiten im ELG. In Kleingruppen begannen wir mit der Erstellung von Podcasts und Zeitungsseiten zu verschiedenen Unterthemen, die sich inhaltlich an unserem diesjährigen Austauschthema orientierten. Am Tag darauf ging es für uns nach Berlin-Karlshorst, um den Ort der Kapitulationsunterzeichnung zu besichtigen.

In der Gedenkstätte war vor allem der Krieg im Osten sehr eindrücklich mit Bild- und Infomaterial dargestellt.

Nach einer Führung durch das Museum fanden wir uns alle im Hauptsaal, wo im Mai 1945 die Kapitulation offiziell unterzeichnet wurde, ein. Dies war ein Moment, der uns allen im Kopf geblieben ist, weil wir uns wie damals „dabei“ gefühlt haben.

Nach unserem Aufenthalt in Karlshorst fuhren wir mit der S-Bahn in die Berliner Innenstadt, wo viele die ehemalige Mauer, die 1961 von der DDR gebaut wurde, und das Brandenburger Tor besichtigten. 20 Uhr kamen wir schließlich alle nach einem erlebnisreichen Tag wieder am Elisabeth-Gymnasium an.

Am Montag, dem 10.11., war leider auch schon der vorletzte Tag angebrochen. Unser Austausch näherte sich dem Ende. Wir waren bei uns im Elisabeth-Gymnasium und haben unsere Ergebnisse von der Projektarbeit präsentiert. Nachmittags haben viele Gerlinger und Hallenser Tandems den Tag gemeinsam mit Waffeln und anderen Leckereien ausklingen lassen. Am Dienstag brachten wir die Gerlinger zum Zug. Beim Abschied flossen dann auch ein paar Tränen. Wir hatten eine tolle Zeit und haben viele neue Freundschaften geschlossen. Ein Wiedersehen steht schon in Planung.

Nach der Verabschiedung setzten wir uns mit Frau Blaschke und Herrn Scheibe zusammen und bereiteten die Präsentation zum Tag der offenen Tür vor und verfassten diesen Artikel.

 

Ein Artikel von Anna Rescheleit, Dorothea Schaaf und Konrad Albrecht